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Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Musikwissenschaft, Note: 1,0, Christian-Albrechts-Universität Kiel (Musikwissenschaftliches INstitut), Veranstaltung: Musik für Tasteninstrumente bis 1700, Sprache: Deutsch, Abstract: In seinem Versuch, sich Girolamo Frescobaldis Toccaten analytisch zu nähern, kommt
Clemens Kühn in seinem Beitrag „Tagebuch einer gescheiterten Analyse"1 zu dem resignierenden Schluss: „An den Toccaten gleitet Analyse ab; sie bleiben rätselhaft."2
Auf welche Weise auch immer Kühn sich den Toccaten nähert, laufen die Untersuchungen spezieller Passagen entweder ins Leere oder die Ergebnisse bleiben sehr allgemein.
Einerseits wirken die Toccaten wie Improvisationen, andererseits gibt auch wieder
Passagen, die offensichtlich genau „in kaum glaublicher Weise durchgearbeitet sind."3 Dann wieder scheint sich im Spielen eine gewisse Folgerichtigkeit der sehr abwechslungsreichen,
oft verwirrenden kompositorischen Gestalt einzustellen, um gleich darauf durch „Ähnlichkeit
... bis zum Gleichlaut der Noten"4 Verwirrung zu stiften. Am Ende jeden
Annäherungsversuches bleibt für Kühn die die ernüchternde Erkenntnis: „Eigentlich jede
Feststellung zu den Toccaten kann mit Widerspruch rechnen."5
Bei der Durchsicht der Literatur zur vorliegenden Hausarbeit konnte ich diese latente
Nichtgreifbarkeit der Frescobaldischen Toccaten immer wieder feststellen. Einerseits finden sich bei den unterschiedlichen AutorInnen große Übereinstimmungen in der Beurteilung der
Toccaten, so lange sie allgemeiner Natur bleiben, sobald man sich andererseits dem
Detailreichtum analytisch zu nähern beginnt, werden die Ergebnisse entweder widersprüchlich oder so speziell, dass sie für die Gesamtheit des einzelnen Werkes an
Aussagekraft verlieren. Im Folgenden soll es also um die Darstellung dessen gehen, was an unterschiedlichen Erkenntnissen der verschiedenen AutorInnen zu Frescobaldis Toccaten und speziell zur Toccata Nona des Libro Primo gefunden werden kann. Zunächst wird anhand
Clemens Kühn in seinem Beitrag „Tagebuch einer gescheiterten Analyse"1 zu dem resignierenden Schluss: „An den Toccaten gleitet Analyse ab; sie bleiben rätselhaft."2
Auf welche Weise auch immer Kühn sich den Toccaten nähert, laufen die Untersuchungen spezieller Passagen entweder ins Leere oder die Ergebnisse bleiben sehr allgemein.
Einerseits wirken die Toccaten wie Improvisationen, andererseits gibt auch wieder
Passagen, die offensichtlich genau „in kaum glaublicher Weise durchgearbeitet sind."3 Dann wieder scheint sich im Spielen eine gewisse Folgerichtigkeit der sehr abwechslungsreichen,
oft verwirrenden kompositorischen Gestalt einzustellen, um gleich darauf durch „Ähnlichkeit
... bis zum Gleichlaut der Noten"4 Verwirrung zu stiften. Am Ende jeden
Annäherungsversuches bleibt für Kühn die die ernüchternde Erkenntnis: „Eigentlich jede
Feststellung zu den Toccaten kann mit Widerspruch rechnen."5
Bei der Durchsicht der Literatur zur vorliegenden Hausarbeit konnte ich diese latente
Nichtgreifbarkeit der Frescobaldischen Toccaten immer wieder feststellen. Einerseits finden sich bei den unterschiedlichen AutorInnen große Übereinstimmungen in der Beurteilung der
Toccaten, so lange sie allgemeiner Natur bleiben, sobald man sich andererseits dem
Detailreichtum analytisch zu nähern beginnt, werden die Ergebnisse entweder widersprüchlich oder so speziell, dass sie für die Gesamtheit des einzelnen Werkes an
Aussagekraft verlieren. Im Folgenden soll es also um die Darstellung dessen gehen, was an unterschiedlichen Erkenntnissen der verschiedenen AutorInnen zu Frescobaldis Toccaten und speziell zur Toccata Nona des Libro Primo gefunden werden kann. Zunächst wird anhand
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