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L�minas para colorear imprimibles (Flores): Este libro contiene 30 l�minas para colorear que se pueden usar para pintarlas, enmarcarlas y / o meditar con ellas. Puede fotocopiarse, imprimirse y descargarse en PDF e incluye otros 19 libros en PDF adici
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Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, einseitig bedruckt, Note: 1,3, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (Institut für Germanistik), Veranstaltung: Künstlertum und Prostitution in der Literatur der Moderne, Sprache: Deutsch, Abstract: Zur Zeit der Jahrhundertwende ist eine Künstlerin eine Provokation. Es dürfte sie gar nicht geben. Die Aufgaben der bürgerlichen Frau beziehen sich ausschließlich auf Familie und Haushalt. Darüber hinaus werden ‚höhere Töchter' völlig ahnungslos in die Ehe geschickt, unzureichend gebildet, ohne sexuelle Aufklärung, rechtlos. In der Ehe leben sie isoliert, da der Mann nach dem Zerfall des ‚ganzen Hauses' nicht mehr zu Hause arbeitet. Für Frauen ist völlig unmöglich, was für Männer selbstverständlich ist. Zeit ihres Lebens besteht eine Abhängigkeit von Vater, Bruder oder Ehemann. Frauen, die sich mit Dingen auseinandersetzen, welche die Gesellschaft ihnen nicht zugesteht, werden als männlich oder ‚konträrsexuell' geschmäht.
In der künstlerischen Tätigkeit von Frauen liegt demnach eine mehrfache Herausforderung. Kunst liegt außerhalb ihres angestammten Platzes. Ein Rückgriff auf weibliche Vorbilder ist nicht möglich. Erschwerend ist, dass pseudowissenschaftliche Schriften der Frau die Fähigkeit zu geistigen oder kulturellen Leistungen absprechen. Sie belegen die Minderwertigkeit der Frau im Vergleich zum Mann und untermauern das misogyne Frauenbild. Die bürgerliche Frau muss eine Heilige sein, die ihrem Gatten ein behagliches Heim richtet. Eine Künstlerin passt nicht in dieses Schema. Ihre Arbeit wird im besten Fall belächelt, „net übel" (R 109) ist dabei schon ein überraschend positives Urteil. Meist werden Kunstwerke von Frauen rundheraus abgelehnt, mit Empörung aufgenommen oder verspottet.
Helene Böhlau stellt in ihren Romanen Der Rangierbahnhof und Halbtier! das Leben zweier Künstlerinnen dar, die trotz der beschriebenen Umstände in der Lage sind, eine, zumindest zum Teil, eigens
In der künstlerischen Tätigkeit von Frauen liegt demnach eine mehrfache Herausforderung. Kunst liegt außerhalb ihres angestammten Platzes. Ein Rückgriff auf weibliche Vorbilder ist nicht möglich. Erschwerend ist, dass pseudowissenschaftliche Schriften der Frau die Fähigkeit zu geistigen oder kulturellen Leistungen absprechen. Sie belegen die Minderwertigkeit der Frau im Vergleich zum Mann und untermauern das misogyne Frauenbild. Die bürgerliche Frau muss eine Heilige sein, die ihrem Gatten ein behagliches Heim richtet. Eine Künstlerin passt nicht in dieses Schema. Ihre Arbeit wird im besten Fall belächelt, „net übel" (R 109) ist dabei schon ein überraschend positives Urteil. Meist werden Kunstwerke von Frauen rundheraus abgelehnt, mit Empörung aufgenommen oder verspottet.
Helene Böhlau stellt in ihren Romanen Der Rangierbahnhof und Halbtier! das Leben zweier Künstlerinnen dar, die trotz der beschriebenen Umstände in der Lage sind, eine, zumindest zum Teil, eigens
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