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Adelsorganisation und st�ndische Korporationen bis 1806: Stellte der Reichsst�ndische Adel eine homogene Gemeinschaft dar?

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Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Länder - Neuzeit, Absolutismus, Industrialisierung, Note: 2,3, Universität der Bundeswehr München, Neubiberg (Historisches Institut), Veranstaltung: Die Welt des Adels, Sprache: Deutsch, Abstract: . Der Adel als historische Führungsschicht - einleitende Betrachtungen
Mit der Erkenntnis der politischen Unmündigkeit und den Gedanken der Aufklärung, welche über demokratische Entwicklungen bis zur Gleichheit aller vor dem Gesetz führten, gingen nicht nur gesamtgesellschaftlich-politische Tendenzen, sondern auch gruppenspezifische Änderungserscheinungen einher. Heute etablierte Eliten prägen sich durch persönliche Leistungen und Engagement, wodurch sich eine Durchlässigkeit beschreiben lässt, die im Sinne der modernen demokratischen Grundordnung steht. Doch im gleichen Zuge nahm das Interesse für Eliten vergangener Jahrhunderte stark ab, was sich wohl vor allem mit einer Umwertung der Werte - um Nietzsche zu bemühen - begründen lässt, und einem im modernen Sinne nach vorne gerichteten Blick. Doch die Auseinandersetzung mit einstigen Privilegierten birgt ein aufkommendes Verständnis für die Entwicklung zur modernen Gesellschaft.
Der Adel als sozial abgegrenzter Stand, der durch seine Rolle in einer gottgegebenen Ordnung eine gleichsam privilegierte Funktion in der Politik und Gesellschaft der Frühen Neuzeit einnahm und somit bedeutenden Einfluss ausübte, wusste nach mit Blick auf die Wirkung nach außen wie auch innerhalb der eigenen Reihen zu agieren.
Hierbei hat die moderne Adelsforschung ihre Entwicklung zur Sozialgeschichte gefunden. Die Führungsgeschichte der Frühen Neuzeit, vor allem im Alten Reich, hat durch Volker Press, Georg Schmidt, Ronald G. Asch, Lothar Gall sowie Johannes Arndt und Walter Demel eine wissenschaftliche Untersuchung gefunden, welche sich durch detailierte Aspekte der Geschichtsforschung zu einem Bild des Adelsforschung zusammentragen lässt.
So sollen in dieser Arbe
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