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Die Heroisierung Hagens und das mythische Verh�ltnis von Zeit und Raum in der Hagen-Episode der Kudrun
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Studienarbeit aus dem Jahr 2014 im Fachbereich Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik, Note: 2,0, Universität zu Köln, Sprache: Deutsch, Abstract: Die vorliegende Hausarbeit zur Kudrun beschäftigt sich mit der darin vorkommenden Hagen-Episode, in welcher dieser durch einen Greifen entführt wird. Damit verbunden wird die Frage, ob Hagen aus diesem Vorfall als Held hervorgeht und wie seine Entwicklung in Anbetracht der mythischen Entwicklung von Raum und Zeit dargestellt wird.
Die Kudrun wird meist als zur Gattung der Heldenepik zugehörig bezeichnet, jedoch ist die Frage der genauen Gattungszugehörigkeit nicht eindeutig zu beantworten. Das vorkommende „Prinzip der variierenden Wiederholungen verhältnismäßig weniger Themen", das „Prinzip des überraschenden Wechsels", sowie das Vorkommen von zahlreichen Widersprüchen im Erzählverlauf, weisen auf die jüngere Heldendichtung des deutschen Mittelalters hin.
Laut des Verfasserlexikons weist die Kudrun zwar Eigenheiten auf, welche für die mündlich überlieferte Dichtung typisch sind, es gibt jedoch auch Indizien, welche eine zwar schriftliche, aber ‚freie' und ‚produktive' Überlieferung für wahrscheinlicher halten. Das Schema der Brautwerbung stellt sie weiterhin in eine enge Beziehung zur Spielmannsdichtung,
die Bemühungen des Dichters um eine Annäherung an die Gattung des höfischen Romans sind aber auch zu erkennen, zum Beispiel an den höfisch-ritterlichen Motiven wie etwa bei der Schilderung von zeremoniellen Handlungen an den Königshöfen oder bei Verabschiedungen und Begrüßungen.
Der Verfasser der Kudrun ist nicht überliefert, auch im Text „teilt er nichts über sich selber, seine Lebensumstände oder seine Ansichten mit." Da er aber das Nibelungenlied gekannt haben muss, lässt sich die Entstehungszeit der Kudrun ungefähr auf die 30er-50er Jahre des 13. Jahrhunderts datieren. Aufgrund des Reimschemas ergibt sich, dass sie auf bayrisch-österreichischem Boden entstanden sein muss, ältere Forschungen vermuten die
Die Kudrun wird meist als zur Gattung der Heldenepik zugehörig bezeichnet, jedoch ist die Frage der genauen Gattungszugehörigkeit nicht eindeutig zu beantworten. Das vorkommende „Prinzip der variierenden Wiederholungen verhältnismäßig weniger Themen", das „Prinzip des überraschenden Wechsels", sowie das Vorkommen von zahlreichen Widersprüchen im Erzählverlauf, weisen auf die jüngere Heldendichtung des deutschen Mittelalters hin.
Laut des Verfasserlexikons weist die Kudrun zwar Eigenheiten auf, welche für die mündlich überlieferte Dichtung typisch sind, es gibt jedoch auch Indizien, welche eine zwar schriftliche, aber ‚freie' und ‚produktive' Überlieferung für wahrscheinlicher halten. Das Schema der Brautwerbung stellt sie weiterhin in eine enge Beziehung zur Spielmannsdichtung,
die Bemühungen des Dichters um eine Annäherung an die Gattung des höfischen Romans sind aber auch zu erkennen, zum Beispiel an den höfisch-ritterlichen Motiven wie etwa bei der Schilderung von zeremoniellen Handlungen an den Königshöfen oder bei Verabschiedungen und Begrüßungen.
Der Verfasser der Kudrun ist nicht überliefert, auch im Text „teilt er nichts über sich selber, seine Lebensumstände oder seine Ansichten mit." Da er aber das Nibelungenlied gekannt haben muss, lässt sich die Entstehungszeit der Kudrun ungefähr auf die 30er-50er Jahre des 13. Jahrhunderts datieren. Aufgrund des Reimschemas ergibt sich, dass sie auf bayrisch-österreichischem Boden entstanden sein muss, ältere Forschungen vermuten die
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