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Der Ablassstreit als grundlegende Ursache der Reformation und der Abgrenzung von der katholischen Kirche
Der Ablassstreit als grundlegende Ursache der Reformation und der Abgrenzung von der katholischen Kirche
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Martin Luther war der Meinung, dass die Absolution nur durch Gottes Gnade und nicht durch den Kauf von Ablassbriefen erlangt werden könne. Daher missbilligte er den Ablasshandel des Johann Tetzel, der durch seine Predigten auch die Möglichkeit des käuflichen Erwerbs des Seelenheils bereits verstorbener Angehöriger anpries. 1517 formulierte Luther seine 95 Thesen, die unter anderem auf die Missstände des Ablasshandels aufmerksam machen sollten. Er sendete Briefe und seine Thesen an den Erzbischof von Mainz und den Bischof von Magdeburg, in denen er sein Unbehagen über den Ablasshandel mitteilte. Gleichzeitig veröffentlichte er seine 95 Thesen an der Wittenberger Schlosskirche.
Martin Luther stellte die Missstände der römisch katholischen Kirche für alle Gläubigen dar und fand sehr schnell Publikum, dass sich seinen reformatorischen Gedanken anschloss.
Daher lautet die Ausgangsfrage dieser Arbeit: War der Ablasshandel und der darüber hinaus entstandene Ablassstreit die grundlegende Ursache und der eigentliche Vorreiter der Reformation und der Abgrenzung von der katholischen Kirche unter Martin Luther?
Die Fragestellung bettet sich in den Kontext der Lutherforschung ein. Die Lutherforschung ist ein sehr weit gefasster Forschungszweig, de
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