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Edgar Allan Poes Morella. Der weibliche Tod als �sthetischer Moment der Transformation
Edgar Allan Poes Morella. Der weibliche Tod als �sthetischer Moment der Transformation
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Poe befördert die Abgründe des menschlichen Unterbewusstseins zu Tage und lässt diese mit Hilfe einer toten weiblichen Projektionsfläche Metaebenen eröffnen. So überschatten Tod und Verfall nicht nur jene Kurzgeschichte, welche ich in meinen folgenden Ausführungen genauer betrachten werde.
Mit „Morella" lässt Poe verdrängte natürliche Bedürfnisse und Instinkte in Form eines übernatürlichen, weder für den namenlosen Erzähler noch den Rezipienten fassbaren, Dus zurückschlagen. Innerhalb meiner Arbeit werde ich erörtern inwieweit das weibliche Du zur Bedrohung heranwächst, die selbst über den Tod hinaus erhalten bleibt. Der weibliche Tod dient in diesem Falle lediglich der Transformation des Selbst und als ästhetischer Moment. Fokus bleibt jedoch das Ausloten der männlichen Identität anhand einer fragmentarisierten weiblichen Identität. Für diesen Prozess sind Umformung, Metamorphose und Verdopplung von essenzieller Bedeutung.
Als Vertreter der Black Romanticism offenbart Poe seinen Lesern nicht nur die „Nachtseite der Romantik" sondern veranschaulicht in seinen Shortstories exemplarisch eine Sehnsucht nach dem Transzendenten. Indem er die Figur der Morella in eben diesen transzendenten Raum entrückt, den auch der Rezipient niemals fassen kann.
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