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Immanuel Kants Religion innerhalb der Grenzen der blo�en Vernunft. Eine Untersuch zum Ursprung des B�sen
Immanuel Kants Religion innerhalb der Grenzen der blo�en Vernunft. Eine Untersuch zum Ursprung des B�sen
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„In der Philosophie hat vor allem Leibniz unter dem Stichwort der Theodizee, der Rechtfertigung Gottes angesichts des Bösen (allgemeiner: des Zweckwidrigen) in der Welt, die Frage nach der Herkunft des Bösen gestellt." Damit lieferte Leibniz den thematischen Anstoß für ein Meer an philosophischen Texten, die sich mit der Theodizee-Frage beschäftigen. Neben Voltaire und Pope setzte sich Ende des 18. Jahrhunderts schließlich auch Kant in seinem Werk „Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft" mit der genannten Frage auseinander und kritisiert dabei die leibnizsche Theorie - ohne diesen dabei namentlich zu nennen oder auf dessen Schrift wörtlich Bezug zu nehmen.
Lediglich in zwei Punkten lässt sich eine Übereinstimmung der kantischen mit der leibnizschen Theorie finden: Zum einen sei dies die Annahme, dass der Mensch eine Vernunftnatur besitzt und zum anderen, dass der Mensch von Natur aus ein gewisses Maß an Sinnlichkeit affiziert. Sinnlichkeit sieht Kant vielmehr als eine neutrale Naturanlage des Menschen und nicht wie zahlreiche Vorgänger negativ konnotiert, darunter Augustinus, der den Ursprung des Übels in der Sinnlichkeit des Menschen verortet. Kant begründet seine Positionierung gegen eine solche sexualfeindliche Auffassung durch den freien Willen des Menschen, da diesem bei der Ausrichtung seiner Maximen eine Will
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