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Gedanken aus der antiken Lebenskunst in der Philosophischen Praxis am Beispiel der Lehre des Philosophen Epikur
Gedanken aus der antiken Lebenskunst in der Philosophischen Praxis am Beispiel der Lehre des Philosophen Epikur
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Betrachten wir einmal die Stellung der Philosophie in der westlichen Gesellschaft unserer Zeit, das heißt des späten 20. und 21. Jahrhunderts. Schnell werden wir feststellen, dass sie vor allem eine Expertenkultur ist. Der große Bestand philosophischer Thesen und Theorien wird an Universitäten gelehrt und in Fachzeitschriften und Fachkongressen diskutiert. Die Begriffe der dazugehörigen Fachsprache füllen ganze Lexika. Den Anspruch den Lebensalltag von Menschen unmittelbar zu beeinflussen hat eine solche Philosophie hingegen nicht. Das war natürlich nicht immer so. Für viele Philosophen und philosophische Schulen der Antike scheint es ganz wesentlich zu sein, dass sie das Leben eines Individuums in all seinen Facetten formen und verändern wollten.
Mit der Philosophischen Praxis hat sich in den letzten 35 Jahren nun ein Umgang mit Philosophie entwickelt, der im Gegenzug zur bloß akademischen Philosophie die einzelne Person wieder in den Mittelpunkt rückt. Dabei handelt es sich um den Versuch, die Fertigkeiten moderner Philosophen für die individuelle Lebensberatung in Anspruch zu nehmen.
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