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Macht und Herrschaft in einer Organisation
Macht und Herrschaft in einer Organisation
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Um dies zu analysieren, ist es notwendig, den betriebswirtschaftlichen und eher zweckrational fungierenden Organisationsbegriff, durch einen zu ersetzen, der näher an der Realität orientiert ist, als das modellhafte Organisationsgebilde der Betriebswirtschaftslehre. Dazu wird sich vorerst auf den von Türk (1989) geprägten Begriff berufen, der Organisationen als „lebensweltlich konstruierte Handlungszusammenhänge" begreift.
Organisationen sind komplexe Handlungssysteme, in denen die Organisationsteilnehmer durch ihre Handlungsstrategien versuchen, eigene Handlungsspielräume zu sichern oder diese zu erweitern und somit Macht aufzubauen. Jeder Akteur in einer Organisation verfügt über so einen autonomen Handlungsspielraum und besitzt demnach ein Mindestmaß an Macht.
Das Handeln der Organisationsmitglieder ist dabei immer an den individuellen Interessen orientiert, die nicht mit den Interessen des kollektiven, ökonomischen Ziels der Organisation übereinstimmen müssen. Die Organisationsmitglieder verfolgen also nicht rein rational ökonomische Ziele, sondern verbinden diese mit sozialen Aspekten.
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