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Heinrich Laube, ein Wortführer des Jungen Deutschland

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Heinrich Laube (18.9.1806 - 1.8.1884) war ein produktiver Dramatiker, Erzähler, Novellist und Journalist des Jungen Deutschland. Er war außerdem Theater- und Literaturkritiker, Direktor des Wiener Burgtheaters.

Nach dem Besuch des Gymnasiums in Glogau studierte er ab 1826 ev. Theologie in Halle, von 1827 bis 1828 Kirchengeschichte und Literatur in Breslau. Nach zweijähriger Tätigkeit als Hauslehrer wandte er sich der Literatur, dem Theater und Journalismus zu.1832 kam er nach Leipzig, übernahm dort die redaktionelle Leitung der Zeitung für die elegante Welt, ein führendes Organ des Jungen Deutschland. Italienreise mit Gutzkow. 1834 wegen liberaler Publikationen aus Sachsen verwiesen.

Am 26. Juli 1834 wird er in Berlin verhaftet. Im September 1834 kommt es zur Anklage; L. wird zu neunmonatiger Untersuchungshaft verurteilt wegen Zugehörigkeit zur Burschenschaft und Veröffentlichung liberaler Schriften, z. B. Das neue Jahrhundert. Unter Polizeiaufsicht in Naumburg und Kösen. Verbot seiner Schriften. 1837 wurde er zu eineinhalb Jahren Festungshaft verurteilt, die er auf dem Schloss Muskau des Fürsten Pückler-Muskau verbüßte. L. distanzierte sich ab 1835 politisch vom Jungen Deutschland. 1839 Reise nach Paris und nach Algier. 1843 Journalist in Leipzig, 1845 in Wien. 1845 Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung, 1849 Austritt. Von 1849 bis 1867 Direktor des Wiener Burgtheaters. 1869 bis 1870 Leiter des Neuen Leipziger Stadttheaters. 1872 Gründung des Wiener Stadtheaters, das er bis 1879 leitete.

L. begann mit meist historischen Jambendramen in der Nachfolge Schillers. Am erfolgreichsten "Die Karlsschüler" und "Graf Essex". L. bearbeitete französische Konversationsstücke, dann verfasste er historische Romane und Novellen, Zeitromane und Reisenovellen. In seinen Erinnerungen und Theaterkritiken und -schriften spiegelt sich die Theatergeschichte seiner Zeit. Am bedeutsamsten sind Laubes Schriften zur Theatergeschichte (Briefe über das deutsche Theater, 1846/47; Das Burgtheater, 1868; Das Wiener Stadtheater, 1875). Darin forderte er u.a. ein Nationaltheater.
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