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Franz Kafkas Sprache und seine erste Erzählungen: Die Qual des Lebens und Schreibens
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Franz Kafka (3.7.1883-3.6.1924), deutscher Erzähler, Romancier. Nach dem Jurastudium wurde er Versicherungsangestellter. Nach vergeblichen Kuraufenthalten wurde K. wegen Tuberkulose 1922 vorzeitig pensioniert. Er selbst veröffentlichte nur seine kleinen Erzählungen. Seine Romanfragmente (Der Prozess, Das Schloss und Amerika) wurden erst nach seinem Tod von Max Brod herausgegeben. Persönliche Probleme (Angst vor seinem Vater, vor Ehe und Verpflichtetsein) sind das Hauptmotiv in seinem Werk, verbunden mit einem beständigen Zweifel an seinen literarischen Fähigkeiten, so in der Erzählung "Das Urteil" (1912). Grundthema seiner Prosa ist der aussichtslose Kampf gegen undurchschaubare, überall gegenwärtige Mächte wie die Staatsallmacht, die Gottferne und die Beziehungslosigkeit unter Menschen. Die Texte lassen vielfache Deutungen zu (Fragen nach der Transzendenz, Brüchigkeit der Welt, tragisches Heldentum). Kafkas Stil ist paradox, der Inhalt der Texte oft absurd. "K. verbindet realistische, klar verständliche Darstellung mit grotesk-hintergründigen Traumvisionen in einer gleichnis- und bilderreichen Sprache." (Pesonenlexikon). Das Bodenlose der Gesellschaft fängt K. in "abstrakten Figurationen" ein. Zum Teil beruhen die Erählungen auf selbsterfahrenem Leid (Die Verwandlung, In der Srafkolonie, Ein Landarzt, Das Urteil). K. stößt den Leser in traumatische Erlebnisse, die nicht moralisch zu werten sind, sondern die Frage nach der existentiellen Schuld des Menschen aufwerfen.
Max Brod lobt in seiner Biographie Franz Kafkas Sprache, weil der Autor keine neuen Wörter prägt, keine ungewöhnlichen Wortzusammensetzungen bildet und die Rochade der Satzteile unterlässt. (115). Brod erklärt hierzu: "Seine Sprache ist kristallklar, und an der Oberfläche merkt man gleichsam kein anderes Bestreben, als richtig, deutlich, dem Gegenstand angemessen zu sein. Und doch ziehen Träume, Visionen von unermesslicher Tiefe unter dem heiteren Spiegels dieses reinen Sprachbaches. Man blickt hinein und ist gebannt von der Schönheit und Eigenart.
Max Brod lobt in seiner Biographie Franz Kafkas Sprache, weil der Autor keine neuen Wörter prägt, keine ungewöhnlichen Wortzusammensetzungen bildet und die Rochade der Satzteile unterlässt. (115). Brod erklärt hierzu: "Seine Sprache ist kristallklar, und an der Oberfläche merkt man gleichsam kein anderes Bestreben, als richtig, deutlich, dem Gegenstand angemessen zu sein. Und doch ziehen Träume, Visionen von unermesslicher Tiefe unter dem heiteren Spiegels dieses reinen Sprachbaches. Man blickt hinein und ist gebannt von der Schönheit und Eigenart.
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