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Tony Ballard #288: Die Kaste der Ausgestoßenen: Horror-Roman
Tony Ballard #288: Die Kaste der Ausgestoßenen: Horror-Roman
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Ihr Dasein war jämmerlich, schmachvoll und beschämend. Vom einstigen Glanz ihrer angesehenen Dynastie war nichts geblieben. Sie vegetierten lustlos und ehrlos in einem Gebiet dahin, in dem kaum Nahrung zu finden war.
Selbst die räudigsten, widerlichsten und verkommensten Dämonen mieden diesen öden Bereich der Hölle, in dem es noch keinen einzigen Tag hell gewesen war - in dem eine kranke Dämmerung herrschte, die niemals genesen würde.
Asmodis, der Höllenfürst, hatte sie vor ewigen Zeiten hierher verbannt, weil sie dereinst gewagt hatten, gegen ihn zu intrigieren. Seit dieser Zeit waren sie ausgestoßen und geächtet und durften die Grenzen ihres elenden Territoriums nicht überschreiten. Wer es doch tat, war des Todes. Keiner, der den Ausbruch je gewagt hatte, hatte überlebt.
Sie waren alle auf grausamste Weise umgekommen. Hungrig und niemals richtig satt zogen sie durch das düstere Schattengebiet. Immer auf der Suche nach Genießbarem.
Sie ernährten sich von Würmern, Maden und Larven und manchmal auch - wie entsetzlich erniedrigend für geborene Fleischfresser - von dürren Pflanzen und erdigen Wurzeln, um wenigstens einigermaßen bei Kräften zu bleiben.
Obwohl Asmodis schon lange nicht mehr lebte - man munkelte, er wäre von Loxagon, seinem eigenen Sohn, vergiftet worden, aber laut zu sagen wagte das niemand -, war ihre Verbannung noch immer aufrecht. Vielleicht hatte man sie vergessen, diese Desperados der Hölle, diese rastlosen Nomaden...
Die Kaste der Ausgestoßenen.
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