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Im Land der Sehnsucht: Gerhart Hauptmanns Italienische Reise 1897
Im Land der Sehnsucht: Gerhart Hauptmanns Italienische Reise 1897
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Gerhart Hauptmann (1862-1946) war der größte deutsche Dichter des 19. und 20. Jahrhunderts. 1912 erhielt er den Literaturnobelpreis. Seine Dramen stehen auch im 21. Jahrhundert auf den Bühnenspielplänen.
Der Nobelpreisträger und zu seinen Lebzeiten (1862 bis 1946) mit Abstand prominenteste Dichter der Deutschen, Gerhart Hauptmann, wurde zu allen Zeiten verehrt und umworben.
Er war mit Bertolt Brecht der meistgespielte deutschsprachige Dramatiker des 20. Jahrhunderts. Jede Generation von Theatermachern erobert sich seine Stücke neu. Mehr als jeder andere deutsche Schriftsteller seiner Zeit war er repräsentativ für den deutschen Geist.
Wer die Deutschen in ihrem katastrophischen Jahrhundert verstehen will, kann auch viel von Gottfried Benn und Dürrenmatt, von Max Frisch oder Ernst Jünger erfahren. Doch das waren für die Zeitgenossen oft nur Randfiguren, Literaten für Liebhaber. Der Nationaldichter hieß Hauptmann - und nicht Thomas Mann, dem lange der Ruch des blutarmen Intellektuellen anhaftete. Das geistige Deutschland der Zeit zwischen 1871 und 1945 hielt aber vom Intellekt nicht sonderlich viel. Weniger "kritisches Bewusstsein" war gefragt als "Weltanschauung", und da stand Hauptmann obenan.
Viele seiner Werke sind nach wie vor feste Bestandteile der Theaterspielpläne. Man denke nur an "Fuhrmann Henschel", an "Rose Bernd", an "Michael Kramer" oder an den "Biberpelz". Und auch der Film, auf der Suche nach menschlich gültigen Stoffen hat mit den "Ratten" und nun auch mit "Vor Sonnenuntergang" zwei der bekanntesten Stücke zu neuem Erfolg gebracht.
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