Skip to product information
1 of 1

BookRix

Franz Grillparzers Tagebücher

Franz Grillparzers Tagebücher

Regular price $1.41 USD
Regular price Sale price $1.41 USD
Sale Sold out
Shipping calculated at checkout.
Quantity

Grillparzer, Franz (15.1. 1791- 21.1. 1872) war Dramatiker, Erzähler und Lyriker. Er war wohl eine der künstlerisch vielseitigsten und widersprüchlichsten Dichter Österreichs; er schrieb in seiner "Selbstbiographie", dass in ihm "zwei völlig abgesonderte Wesen (leben). Ein Dichter von der übergreifendsten, ja sich überstürzenden Phantasie und ein Verstandesmensch der kältesten und zähesten Art."

An der Wiener Universität studierte er Philologie (1807-09) und Jus (1807-11). 1812 nahm Grillparzer eine Stelle als Hofmeister bei Graf Seilern an. 1813 arbeitete er als Konzeptspraktikant in der Hofbibliothek und wurde 1823 Hofkonzipist in der Allgemeinen Hofkammer. 1832 bis zu seiner Pensionierung 1856 war er Direktor des Hofkammerarchivs.

Seine ersten Versuche als Dramatiker fallen bereits in seine Studienzeit. 1807 verfasste er das Trauerspiel "Blanka von Kastilien", das bis 1958 unaufgeführt blieb. J. Schreyvogel, Dramaturg des Hofburgtheaters, wurde zum geistigen Mentor und bedeutendsten Förderer Grillparzers. Auf seinen Rat hin überarbeitete Grillparzer das Trauerspiel "Die Ahnfrau", das bereits im Januar 1817 am Hofburgtheater uraufgeführt wurde. Anschließend verfasste Grillparzer die Künstlertragödie "Sappho" (1819), mit der er überaus erfolgreich war und einen 5-Jahres-Vertrag als k.k. Hoftheaterdichter erhielt. Reisen führten ihn nach Italien, Griechenland, Deutschland, Frankreich und in die Türkei.

Für L. van Beethoven schrieb Grillparzer das Libretto zur Oper "Melusina" (1823), die Beethoven aber nicht ausführte. Werke wie die Trilogie "Das goldene Vlies" ("Der Gastfreund", "Die Argonauten", "Medea", 1822), die Trauerspiele "König Ottokars Glück und Ende" (1825, darin die bekannte "Hymne auf Österreich") oder "Ein treuer Diener seines Herrn" (1830) wurden vollendet und vom Publikum zustimmend aufgenommen. In diese Zeit fallen auch seine Liebschaften mit C. von Paumgartten, seiner "ewigen Braut", K. Fröhlich sowie M. von Smolk-Smolenitz, die wohl am nachhaltigsten prägte. Ausdruck dessen ist etwa die zwischen 1826 und 1828 verfasste Liebeslyrik, veröffentlicht 1835 unter dem Titel "Tristia ex Ponto". 1828 erschien die Erzählung "Das Kloster von Sendomir". Der 1831 am Hofburgtheater aufgeführten Liebestragödie "Des Meeres und der Liebe Wellen" blieb die Zustimmung des Publikums versagt. Seinen letzten großen Theatererfolg feierte Grillparzer 1834 mit dem dramatischen Märchen "Der Traum ein Leben". Nach dem Misserfolg des 1838 uraufgeführten Lustspiels "Weh dem, der lügt!" zog sich Grillparzer vom Theater zurück.

Grillparzers Bühnenwerke gewinnen ihre dramatische Spannung aus der Ambivalenz äußerer (staatlicher) Pflicht und eigenem Anspruch. Sie spiegeln somit auch die politische Unentschlossenheit Grillparzers.

View full details