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Verlagsgruppe Patmos
Zwang zur Barmherzigkeit?: Ausdruck und Vermessung herrschaftlicher Spielraume im Umgang mit Armut in mecklenburgischen Residenzstadten (1750 - 1840): Eine argumentationsgeschichtliche Annaherung
Zwang zur Barmherzigkeit?: Ausdruck und Vermessung herrschaftlicher Spielraume im Umgang mit Armut in mecklenburgischen Residenzstadten (1750 - 1840): Eine argumentationsgeschichtliche Annaherung
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Der Ubergang von Vormoderne zur Moderne ist bestimmt durch komplexe Beziehungen von Beharrung und Erneuerung, von Tradition und Umbruch, von Kontinuitat und Wandel in den politischsozialen Kulturen Europas. Ohne eine Erfolgsgeschichte moderner Staatswerdung zu schreiben, spurt die Autorin den Wegmarken am Beispiel herrschaftlicher Armenpolitik in mecklenburgischen Residenzstadten nach, die die Entwicklung hin zum institutionellen Flachenstaat nachvollziehbar werden lassen. Anhand eines vermeintlichen Normalfalls mitteleuropaischer Staatlichkeit konnen die Spielraume argumentativer Politikgestaltung in ihrer Wandlungsfahigkeit deutlich sichtbar gemacht werden: So scheint mit dem kommunikativen Zwang zur Barmherzigkeit zwar noch die wesentliche Persistenz alteuropaischer Normensysteme auf, doch wird mit ihr weniger die Bestandigkeit politisch-sozialer Kultur denn vielmehr die Realitat ihres tatsachlichen Veranderungstempos fassbar.
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