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Universitatsverlag Winter

Der 'Unglaubige' in der Rechts- und Kulturgeschichte des 18. Jahrhunderts

Der 'Unglaubige' in der Rechts- und Kulturgeschichte des 18. Jahrhunderts

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Die Frage nach "Glaube" und "Unglaube" hat bis heute Brisanz. Wahrend andernorts Menschen fur ihren Glauben morden, muss in Europa die Toleranzdiskussion seit der Aufklarung stetig aufs Neue gefuhrt werden. Der interdisziplinar ausgerichtete Band lenkt den Blick auf das 18. Jahrhundert, in dem traditionelle und modernisierende Krafte zum Teil erbittert um Glaubenswahrheiten und Toleranzraume rangen. Wesentliche Positionen der Debatte wirken bis in unsere Tage nach. Nicht nur Atheisten, sondern auch Andersglaubige, etwa Muslime, Angehorige von Naturreligionen oder Sekten, galten fur viele Christen des 18. Jahrhunderts als "unglaubig" - und sollten entweder bekehrt und missioniert oder aber verfolgt und bestraft werden. Befurworter eines toleranten Umgangs setzten sich dem Verdacht aus, selbst unglaubig zu sein. Die Rolle des "Unglaubigen" markiert somit einen spannenden Ausschnitt der komplexen Beziehung zwischen Aufklarung, Theologie und Recht (nicht nur) im 18. Jahrhundert. Der Band versucht eine exemplarische Annaherung mit historischen, rechtshistorischen, philosophischen, literaturwissenschaftlichen und theologischen Beitragen.

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