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Logos Verlag Berlin

Intertextualitat als hermeneutischer Zugang zur Auslegung des Korans: Eine Betrachtung am Beispiel der Verwendung von Israiliyyat in der Rezeption der Davidserzahlung in Sure 38: 21-25

Intertextualitat als hermeneutischer Zugang zur Auslegung des Korans: Eine Betrachtung am Beispiel der Verwendung von Israiliyyat in der Rezeption der Davidserzahlung in Sure 38: 21-25

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In der islamischen Tradition finden sich (Inter-)Texte, die solchen in der biblischen und ausserbiblischen Tradition ahneln und zeigen, dass Juden, Christen und Muslime an einem gemeinsamen Erbe von Texten und deren Auslegung teilhaben. Die von Muslimen als Israiliyyatt bezeichneten (ursprunglich uberwiegend mundlichen) Texte wurden von Proselyten und anderen Personen, die Kenntnisse dieser Traditionen hatten, in den Islam eingebracht. Sie bereicherten die Auslegung der oftmals wenig ausfuhrlichen Texte des Korans und lieferten erganzende Informationen zu diesen. Obwohl Israiliyyat im Islam hoch umstritten sind, haben sie seit Jahrhunderten einen festen Platz in zahlreichen Werken der Koranexegese, Prophetenbiographien und Geschichtswerken. Die Autorin beschaftigt sich mit Israiliyyat anhand der Davidserzahlung im Islam. Wahrend sich im Islam die Vorstellung von der Sundlosigkeit der Propheten auch in Bezug auf David durchgesetzt hat, zeigen fruhe Traditionen, die Israiliyyat einbeziehen, ein weitaus differenzierteres Bild dieser Prophetengestalt und offenbaren interessante Anknupfungspunkte zum Prophetenverstandnis im Judentum und Christentum.

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