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Dr Ludwig Reichert Verlag

Polaritatsverhaltnisse in der Improvisation: Systematik einer musikalisch-psychologischen Benennung der musiktherapeutischen Improvisation

Polaritatsverhaltnisse in der Improvisation: Systematik einer musikalisch-psychologischen Benennung der musiktherapeutischen Improvisation

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Die Arbeit ist ein Beitrag zu Theorie und Praxis der Musiktherapie. Im Mittelpunkt steht die Improvisation, genauer gesagt, die Verbindung von musikalischem Material und seiner Benennung. Um Improvisationen verstehen zu konnen, benotigen wir als MusiktherapeutInnen eine Begrifflichkeit, mit der wir unser Erleben in der Musik so beschreiben konnen, dass sich die psychologische Bedeutung erschliesst. Die musikalischen Verlaufe, die Beziehung der Spieler untereinander und das Erleben lassen sich als Polaritatsverhaltnisse beschreiben. Unter dem Blickwinkel von Polaritaten wird die Improvisation als ein bewegliches und bewegtes Geschehen im Austausch sich polar erganzender Wirkungskrafte erkennbar. In den Polaritatsverhaltnissen ergibt sich eine uberschaubare Systematik, mit der wir unser Handlungswissen, auf das wir uns in der Therapiesituation stutzen, benennen und begrunden konnen. Phanomen und Bedeutung, die Musik und unser Erleben, Kunst, Alltag und Behandlung lassen sich mit dieser Systematik in einen lebendigen Zusammenhang bringen, der die therapeutischen Handlungsmoglichkeiten fundiert und erweitert. Die Systematik ist hilfreich in der Reflexion des Improvisationsgeschehens, bei Diagnostik und Evaluation, sowie in der Supervision musiktherapeutischer Verlaufe.

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