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Xanthippe

Dreckloch: Lebensgeschichte einer administrativen Versorgten

Dreckloch: Lebensgeschichte einer administrativen Versorgten

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Erna Eugster (in Zusammenarbeit mit Daniel Lüthi) Ihre Mutter nannte sie schon als kleines Mädchen Dreckloch. Saumensch. Oder Lumpenhure. Schon bald wurde die 1952 geborene Erna Eugster fremdplatziert, kam in Heime, in eine psychiatrische Klinik und immer wieder ins Bezirksgefängnis. Sie machte Erfahrungen mit Alkohol und Prostitution und den Abgründen der menschlichen und insbesondere der männlichen Psyche. Erna war aber nie der Prozess gemacht worden. Sie war in keinem Heim, in keinem Gefängnis, in keiner Klinik aufgrund einer rechtskräftigen Verurteilung. Es ist also nicht so, dass sie eingesperrt wurde, weil sie etwas verbrochen hätte. Sie war eine jener zahlreichen Inhaftierten, die heute unter dem Begriff "administrativ Versorgte" zusammengefasst werden. Eine von denen, die gemäss behördlichem Befinden "nicht recht taten", "liederlich" waren. Und die allein deshalb, also ohne eine Straftat begangen zu haben, weggesperrt wurden. Und dies bis mindestens 1981. Im Rechtsstaat Schweiz.
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