Psychosozial-Verlag
Utopie und Melancholie der vaterlosen Gesellschaft
Utopie und Melancholie der vaterlosen Gesellschaft
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Dabei gerät der therapeutische und methodische Kern der Freudschen Tradition nicht in Vergessenheit. Im Gemenge der neuesten Wissenschaftskulturen wird der Psychoanalyse - etwa im Rekurs auf die Chaostheorie - ein Ort zugewiesen, der ihre bisherige Klassifizierung zwischen szientistischer Naturwissenschaft des Seelischen, Hermeneutik und emanzipatorischem Erkenntnisinteresse übersteigt. Die Reflexionen des Buchs zum zeitgemäßen Standort der Psychoanalyse sondieren diese zwischen therapeutischer Behandlung, klinischer Theorie und den Sozial- und Kulturwissenschaften. Sie münden in die Herausforderungen, die eine entfesselte Informationsgesellschaft mit ihren Technologien von Cyberspace und virtueller Realität an das Freudsche Denken stellt. Je moderner die moderne Welt, je avancierter die moderne und postmoderne Telezivilisation, desto unvermeidlicher wird die Psychoanalyse im Zustand ihres objektiven Veraltens.
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