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Jung-Journal 30: Geld
Jung-Journal 30: Geld
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Es scheint, als solle uns das Geld und welche große Rolle es in unserem Leben spielt, irgendwie unbewusst bleiben. Wir reden nicht oder kaum über unser Geld, obwohl wir vielleicht mehr daran denken als an die uns nahen Menschen, und wir verschweigen Fantasien, Emotionen, Ängste, Wut u. a., die sich um unser Geld drehen. Wir fassen unser Geld und Gold gerne an, wir blättern gerne unsere Vermögensübersichten durch und überlegen uns, wie unsere Finanzsituation in der Zukunft aussehen wird. Aber darüber zu sprechen oder über unser Interesse am Besitz, am Reichtum und an der Macht, ist uns meist sehr unangenehm und peinlich. Unsere Beziehung zum Geld ist offenbar etwas sehr Intimes und ein sehr sensibler Teil unserer Identität. Wer mehr als andere verdient, fürchtet beneidet zu werden, wer weniger verdient, schämt sich, fühlt sich als Versager: „Haste was, biste was!"
Es hilft aber einfach nicht, einen psychischen Inhalt - und scheint er noch so banal, primitiv und gewöhnlich wie unser Interesse am Besitz und Geld - einfach zu verleugnen, zu unterdrücken oder zu verdrängen, um ihm seine Energie zu nehmen.
Nach tiefenpsychologischer Erkenntnis scheint es nur einen guten Weg zu geben: den der Integration dieser Energien. Das bedeutet ein Bemühen um eine weitgehende bewusste Auseinandersetzung mit unseren Sicherheits-, Besitz-, Macht- und Geltungstendenzen, mit ihren positiven wie negativen Seiten. Erst daraus kann sich ein verantwortlicher, bewusster Umgang mit ihnen entwickeln.
Und eine solche Auseinandersetzung muss natürlich auch ganz besonders mit dem Geld geschehen, da es doch außerweltlich und innerpsychis
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