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Motive des Handelns: Vortrage im Berliner Kammergericht
Motive des Handelns: Vortrage im Berliner Kammergericht
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Hinter jedem Tun steckt ein Motiv. Die Frage nach diesen Motiven ermoglicht neue Einsichten: Warum wandte sich Friedrich der Grosse im Muller-Arnold-Prozess gegen die Richter des Kammergerichts? Weshalb waren die Motive von Frauen im 18. Jahrhundert, die ihr nichteheliches Kind toteten, von Bedeutung fur die Neuausrichtung des Familienrechts? Warum tragt eine Frau das Kopftuch? Und was bringt einen Menschen dazu, sich fur andere einzusetzen mit dem Risiko, das eigene Leben dabei zu gefahrden? In ganz unterschiedlichem Kontext und in einem weiten Bogen vom 18. bis zum heutigen 21. Jahrhundert beschaftigen sich Rainer Schroder und Fabian Schroth, Peter Scholz und Jan Philipp Reemtsma mit den Motiven des Handelns. In den im Plenarsaal des Kammergerichts im Jahr 2014 vor dem Verein "Forum Recht und Kultur im Kammergericht" gehaltenen Vortragen geben sie Antworten auch auf die vorstehenden Fragen. Die Grunde fur die Entwicklung des Allgemeinen Landrechts fur die Preussischen Staaten, insbesondere des - seiner Zeit weit vorauseilenden - Rechts der Nichtehelichen, werden ebenso beleuchtet wie die Frage, welche Grunde es neben der religiosen Uberzeugung fur muslimische Glaubensangehorige gibt, um bestimmte Belange durchzusetzen. In fast philosophischer Weise schliesslich geht es um die Frage, was der Mensch ist und was er sein kann, gerade wenn er ohne Motiv - weil fur ihn selbstverstandlich - gehandelt hat.
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