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Management als Design? Design als Management?
Management als Design? Design als Management?
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Der Designpraktiker erhofft sich von einem Designtheoretiker (der mit diesem enggefassten Designbegriff operiert) Antworten auf Fragen folgender Art: Wie weit darf man in seiner Werbung gehen, ohne dabei die religiösen Gefühle potenzieller Kunden zu verletzen, was dann negative Auswirkungen auf den Verkauf des Produktes haben könnte? Wie lassen sich Kommunikationsabläufe innerhalb eines Betriebes durch intelligentes Design weiter rationalisieren? Welche Designtrends werden in naher Zukunft zu erwarten sein? Welchen Anforderungen müssen Bedienungselemente der Alltagstechnik genügen, so dass sie problemlos auch von älteren Menschen bedient werden können? Bei diesem enggefassten Designbegriff sind Fragen nach Ästhetik, Ökonomik und Ethik affirmativ im Hinblick auf ökonomisch durchsetzbare designpraktische Lösungen gestellt.
Auf einer ganz anderen Ebene liegen die Fragen, um die es beim erweiterten Designbegriff geht, den man auch den „philosophischen" nennen könnte. Der mit ihm verbundene Forschungsbegriff betrifft die Grundlagen des Designs. Als philosophischer Designbegriff geht es bei ihm nicht zuletzt um die Konstitution von Wirklichkeit. Heute haben viele Designer (die mit dem enggefassten Designbegriff operieren) lediglich den bornierten Wunsch, ein neues Produkt auf den Markt zu bringen - und das Wissen dazu soll ihnen die Designtheorie liefern. Im Gegensatz zu diesem anspruchslosen und sachfernen (da lediglich marktökonomisch gefassten) Designbegriff will die Sektion Design in der Deutschen Gesellschaft für Semiotik (DGS) wieder an
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