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Repräsentationen Afghanistans im zeitgenössischen deutschen Roman. Mariam Kühsel-Hussainis "Gott im Reiskorn" und Linus Reichlins "Das Leuchten in der Ferne"
Repräsentationen Afghanistans im zeitgenössischen deutschen Roman. Mariam Kühsel-Hussainis "Gott im Reiskorn" und Linus Reichlins "Das Leuchten in der Ferne"
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Die vorliegende Arbeit stellt diesen Kontrast anhand unterschiedlicher Repräsentationen Afghanistans im zeitgenössischen deutschen Roman dar. Zum einen als Sehnsuchtsort in Mariam Kühsel-Hussainis Roman „Gott im Reiskorn" , zum anderen als Ort des Schreckens und der Talibanherrschaft in Linus Reichlins Roman „Das Leuchten in der Ferne".
Afghanistan fand bereits Mitte des 19. Jahrhunderts Einzug in die deutsche Literatur. Als Beispiel ist das Gedicht "Trauerspiel von Afghanistan" von Theodor Fontane zu nennen. Der Titel hat nichts von seiner Aktualität verloren, auch wenn das Trauerspiel sich heutzutage nicht mehr auf den verlorenen Kampf der Briten bezieht, sondern vielmehr auf den Kampf Afghanistans gegen den Terrorismus und auf die Wiederherstellung von Frieden und Ordnung.
Die vorliegende Arbeit hat zum Ziel, anhand der Repräsentationen Afghanistans das Land als Sehnsuchtsort, der Afghanistan einmal war, aus der Vergessenheit und Unkenntnis hervorzuholen und demgegenüber zu untersuchen, was den Schreckensort Afghanistan kennzeichnet, der heute das einzige Gesicht des Landes darstellt.
Um Repräsentationen zu den soeben genannten gegensätzlichen Seiten Afghanistans zu erhalten, wurden die Romane „Gott im Reiskorn" und „Das Leuchten in Ferne" ausgewählt. Da es sich bei den Romanen um dieselbe Textsorte handelt, wird zugleich die Vergleichbarkeit der Repräsentationen erleichtert.
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